Ausland

Eigener Staat unerwünscht

01.05.2018

Es ist wieder soweit: Um mitten in Europa tätlich angegriffen zu werden, reicht es, wenn man eine Kippa trägt. Selbst wenn man kein Jude ist.

Soll man sich deswegen mit kritischen, palästinenserkritischen, ja terrorkritischen Kommentaren eher etwas zurückhalten? Man hat ja nicht nur die Terroristen als Feind, sondern seinen eigenen europäischen Rechtsstaat.

Kuschen oder nicht kuschen ist die Frage.

Vielleicht liege ich mit meiner nachfolgenden Betrachtung komplett daneben. Allerdings erscheinen mir anderslautende Erklärungen weniger logisch.

Meiner Meinung nach gibt einen handfesten Grund, warum die Palästinenser tatsächlich gar keinen eigenen Staat wollen – ja, sie suchen immer nach neuen Ausreden, um einen eigenen Staat wirkungsvoll ablehnen zu können:

Hätten sie nämlich einen solchen, würde dieser gewissen internationalen Regeln unterstehen. Als Beispiel seien die Genfer Konventionen genannt: „…dass sich Kriegshandlungen nur gegen militärische Ziele richten dürfen“. Durch den nichtstaatlichen Terror unterstehen die Palästinenser einerseits dieser Konvention nicht völlig oder gar nicht; andererseits sind Verteidigungsschläge, die durch Israel als Reaktion ausgeführt werden, von vornherein per Definition immer und ausnahmslos gegen nichtmilitärische (= zivile) Ziele gerichtet. Was dann medienwirksam vermarktet wird.

Mit einem eigenen Staat im Rücken könnten die extremen Palästinenser dann nicht einfach Terror machen, sondern sie müssten Israel offiziell den Krieg erklären – mit allen Konsequenzen. Oder sich friedlich verhalten. Ein Zwischendrin gäbe es dann nicht mehr. Auch im Krieg gibt es Vorschriften, deren Missachtung zu Tribunalen führen kann. Ohne eigenen Staat kein Tribunal, was also ein Freipass für Terrorkrieg gegen Israel ist.

Aus diesem Grund setzen die Palästinenser nicht auf einen eigenen Staat und nicht auf Verhandlungen, sondern auf Terror – denn er wird für sie keine Folgen haben, und sie werden von der internationalen Staatengemeinschaft so auch nicht sanktioniert werden können; sie werden im Gegenteil bemitleidet und in jeder Form unterstützt. Ob Terror in jedem Falle einem Übermass an Feigheit entspringt, muss offengelassen werden – aber im Falle des palästinensischen Terrors kann man dies gewiss nicht ausschliessen.

Mal abgesehen davon benutzen Länder wie der Iran genau diese Situation für einen Stellvertreterkrieg. Das Mittel, sich nichtstaatlicher Terrorgruppen zu bedienen, scheint rund um die Welt Sitte zu sein. Terroristen erhalten aber dann mehr ‚Likes‘ und die weitaus besseren Rezensionen als ihre Opfer, wenn dieses Opfer Israel ist. Dieser intellektbefreiten Anomalie sind sogar die Vereinten Nationen unterworfen – um nicht zu sagen: Die Vereinten Nationen stehen Pate für dieses Weltbild. Jeder, der etwas gegen Israel hat, oder der seinen Antijudaismus austoben muss, unterstützt eben solche Terrorgruppierungen in den verschiedensten Formen. Auch die Schweiz gehört dazu.

Die Nahost-Friedensverhandlungen werden immer zum Scheitern verurteilt sein, weil die Palästinenser in Wahrheit gar keinen eigenen Staat wünschen oder wollen. Und letztlich kann es waffenliefernden Parteien nur Recht sein, wenn möglichst viele Konflikte kochen.

 

 
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